Bären TU-Kindergarten Hasen
 

  

Baeren

Bären (c) Katarina
Pädagogisches Konzept
In unserer Arbeit orientieren wir uns sowohl nach dem Prinzip des situationsbezogenen  Ansatzes als auch nach Schwerpunkten der Reggio Pädagogik.

Wir gehen von einem sehr positiven und starken Bild vom Kind aus und orientieren uns an dessen Lebenssituationen, Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen. Fragen und Erlebnisse der Kinder werden aufgegriffen und zum Ausgangspunkt für gemeinsame Aktivitäten und Projekte gemacht.

Die Projekte, welche immer an die Interessen der Kinder geknüpft sind, können sich über einige Stunden aber auch über einen längeren Zeitraum erstrecken. Der Prozess steht dabei im Vordergrund. Es ist uns wichtig, zu zeigen, wie man lernt. Wir sehen uns als Begleiter und nicht als Animateure. Wir versuchen uns zurückzunehmen und nicht sofort vorgefertigte Antworten zu geben, sondern Hilfe anzubieten, damit das Kind die Möglichkeit bekommt, weiterforschen zu können (zB durch Fragestellungen).
Wichtig ist auch die Beobachtung, um Kinder verstehen zu lernen und sich ihren Aktivitäten anschließen zu können. Die Kinder sollten genügend Zeit finden im Spiel, um ungestört  entdecken und experimentieren zu können.
Dabei kommt vielfältiges und auch anscheinend ?wertloses? Material zum Einsatz (verschiedene Papiere, Folien, Schachteln, Dekormaterial, Stoffreste, Draht, Gips, Haushaltsgegenstände, Flaschen, Stöpsel, Schlüssel uvm.), um die Kinder zu kreativem Tun, intensivem Schauen und Lernen mit allen Sinnen heraus zu fordern.
Uns ist es wichtig, dass die Kunstwerke die Handschrift der Kinder tragen und nicht die eines Erwachsenen. Wir Pädagoginnen werken nicht für die Eltern. Dadurch wird jedes ?Werk? der Kinder einzigartig und stellt für alle einen besonderen Wert dar.
 
Beim Morgenkreis (Plenum) werden neben gemeinsamen Aktivitäten wie Singen, Tanzen, Spaß und Spiel auch Aufgaben, Ideen, Tätigkeiten, Gefühle (wie geht es mir heute?) und Erlebnisse besprochen und erarbeitet.
Wir versuchen, die Kinder durch demokratisches Abstimmen und durch Einbringen von eigenen Ideen in Entscheidungsprozesse mit ein zu beziehen. Dadurch erleben die Kinder  anderen zuzuhören und auch einmal eigene Bedürfnisse hintanzustellen. Gleichzeitig machen sie aber auch die positive Erfahrung, dass einem zugehört wird und ihre Ideen und Vorschläge ernst genommen werden. Soziale Kompetenzen und das Gemeinschaftsgefühl werden dadurch gestärkt.

Bären

Es ist uns auch ein großes Anliegen, uns nach außen hin zu öffnen, um den Kindern einen spannenden und abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen.
Da wir keinen eigenen Garten oder Spielplatz besitzen, sind wir sehr viel in der näheren Umgebung präsent. Sobald es die Sicherheit und die Ausdauer der Kinder zulässt, bewegen wir uns gerne weiter weg und organisieren sowohl Tagesausflüge als auch Waldwochen, die natürlich nur durch die Unterstützung und die Mithilfe der Eltern möglich werden. Gerne gehen wir mit den Kindern ins Theater oder laden interessante Leute in den Kindergarten ein, die gegen eine gesonderte Bezahlung mit den Kindern musizieren, tanzen usw.

Neben den traditionellen Festen wie Fasching, Ostern, Laternen, Nikolaus und Weihnachten sind uns auch andere Feiern wichtig.
Der Geburtstag jedes Kindes wird in der Gruppe gemeinsam mit den Eltern gefeiert und dadurch zu einem besonderen Ereignis. Weiters planen alle Mitglieder des Kindergartens sowohl unser jährliches Sommerfest ?Rausschmeißfest? als auch den Themen der Kindergartenarbeit oder den Jahreszeiten angepasste Feste, wie zum Beispiel das Drachenfest.

Die Vorschulerziehung beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten. Aufbauend auf die Jahre bieten wir im letzten Kindergartenjahr eine spezielle, regelmäßig stattfindende Förderung in Kleingruppen an, um bereits Gelerntes zu vertiefen und die Freude auf die Schule und den Spaß am Lernen zu stärken. Bewegungs- und Gestaltungsspiele führen vom Erfassen der Formen hin zu Schreibschwüngen. Gemeinsame Spiele mit Mengen, Formen und Zahlen eröffnen den Kindern die Welt des Rechnens. Vorschulblätter gehören mehr oder weniger der Vergangenheit an und werden nur sehr spärlich von uns verwendet.

Bären (c) Katarina

Tagesablauf

Um 9 Uhr starten wir in den Tag. Es gibt keine festen Bring- und Abholzeiten, außer wir unternehmen einen Ausflug. Diesen geben wir rechtzeitig bekannt. Um ca 10 Uhr bieten wir eine gute Jause mit Müsli und Obst an. Bis dahin haben die Kinder Zeit, um anzukommen und sich zu orientieren (Freispiel und Kleingruppenarbeit).
Meistens nach der Jause signalisieren wir durch das Flötenspiel, dass wir uns zum Morgenkreis / Kinderplenum treffen (Konzentrationsphase). Anschließend gehen wir in einen Park, wenn es das Wetter zulässt (Freispiel und Konzentrationsphase in Kleingruppen).
Um ca 12 Uhr essen wir zu Mittag, wobei es uns ein Anliegen ist, dass die Kinder lernen, sich selbst ihre Portionen zu nehmen und ihre Teller selbstständig wegräumen. Nach dem Mittagessen gehen wir über in die Ruhephase, die bis 14 Uhr dauert. In dieser lesen wir gemeinsam Bücher oder hören uns eine Geschichte an. Die Kinder, die noch einen Mittagsschlaf brauchen, können im Ruhezimmer schlafen.
Um 15 Uhr gibt es nochmals eine gemeinsame Jause. Ab 16 Uhr werden die Gruppen zusammengelegt und eine Pädagogin macht mit einem Elternteil den Schlussdienst. Ein sanfter Übergang von einer Phase zur nächsten ist uns wichtig. Auch die Freiheit zu haben, auf besondere Bedürfnisse und Spielsituationen der Kinder einzugehen und die von uns geplanten Aktivitäten hintanzustellen, ist für uns von großer Bedeutung.